Nachhaltigkeitsberatung / CSR
- 20. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Jan.
Gemeinwohlökonomie in der Praxis: Unternehmenswerte für eine bessere Gesellschaft
In einer Welt, in der der Profit oft im Mittelpunkt steht, entstehen Modelle des Wirtschaftens, die das Gemeinwohl und soziale Verantwortung in den Fokus rücken. Eines dieser Modelle ist die Gemeinwohlökonomie. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie Unternehmen die Prinzipien der Gemeinwohlökonomie in die Praxis umsetzen und damit eine bessere Gesellschaft fördern können.
Was ist Gemeinwohlökonomie?
Die Gemeinwohlökonomie ist ein alternatives Wirtschaftsmodell, das von Christian Felber, einem österreichischen Autor und Aktivisten, entwickelt wurde. Sie basiert auf dem Gedanken, dass der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens nicht nur anhand seines finanziellen Gewinns gemessen werden sollte, sondern auch anhand seines Beitrags zum Gemeinwohl. Das Gemeinwohl umfasst Aspekte wie soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, demokratische Mitbestimmung und Solidarität.
Die Prinzipien der Gemeinwohlökonomie
Die Gemeinwohlökonomie definiert konkrete Prinzipien, anhand derer Unternehmen bewertet werden können.
Dazu gehören:
Menschenwürde: Die Achtung der Menschenwürde steht an erster Stelle. Das bedeutet, dass Unternehmen sicherstellen sollen, dass niemand in ihrer Wertschöpfungskette ausgebeutet oder diskriminiert wird.
Solidarität und Gerechtigkeit: Unternehmen sollen gerechte Löhne zahlen und sich aktiv für soziale Gerechtigkeit engagieren.
Ökologische Nachhaltigkeit: Die Umweltauswirkungen eines Unternehmens müssen minimiert werden. Das schließt den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und den Schutz der Umwelt ein.
Transparenz und Mitbestimmung: Unternehmen sollen transparent über ihre Geschäftspraktiken berichten und die Mitbestimmung der Mitarbeiter fördern.
Praktische Umsetzung in Unternehmen
Viele Unternehmen auf der ganzen Welt haben begonnen, die Prinzipien der Gemeinwohlökonomie in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen geschehen:
· Nachhaltige Lieferketten: Unternehmen achten darauf, dass ihre Zulieferer faire Arbeitsbedingungen und umweltfreundliche Praktiken einhalten.
· Soziale Projekte: Ein Teil des Gewinns wird für soziale Projekte und gemeinnützige Organisationen gespendet.
· Ökologische Innovation: Unternehmen investieren in nachhaltige Technologien und Produktionsprozesse, um ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
· Mitarbeiterbeteiligung: Mitarbeiter werden in Entscheidungsprozesse einbezogen und haben die Möglichkeit, das Unternehmen aktiv mitzugestalten.
Fazit
Die Gemeinwohlökonomie ist ein inspirierendes Modell, das Unternehmen dazu ermutigt, über den reinen Gewinn hinauszudenken und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Es zeigt, dass Wirtschaft und Gemeinwohl Hand in Hand gehen können. Immer mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung dieser Prinzipien und tragen so dazu bei, eine bessere und gerechtere Gesellschaft aufzubauen.


